My Vita

Als am 31. Oktober 1952 Ivy Mike das warme, pazifisch paradiesische Eniwetok-Atoll erbeben lässt, erblickt Fritz Schneider im kalten St. Petersburg das Licht der Welt. Auf der roten Seite eines zweigeteilten Planeten wächst er als zweites der drei Kinder von Arnold und Ursula Schneider in einer Künstler- und Akademikerfamilie auf. Arnold hat nach dem Krieg Musik und Ursula Mathematik studiert.

Die noch immer jungen Eltern beschließen 1962 zurück in das gelobte Vaterland zu ziehen und die Muttersprache hochleben zu lassen. Im Alter von 10 Jahren kommt Fritz als Russlanddeutscher Aussiedler nach Ostberlin. In den folgenden neun Jahren lebt er in verschiedenen Städten der ehemaligen DDR. Unter anderem in Leipzig und Erfurt, bevor er im Winter 71 unter abenteuerlichen Umständen aus der Arbeiter- und Bauernrepublik flüchtet. Nach kurzem Aufenthalt in Frankfurt und Köln beschließt er, die Welt zu bereisen.

Er hält den Daumen raus und bricht auf, mit einem halbvollen Rucksack und einem leeren Portemonnaie. Einmal quer durch Europa, über Nordafrika in den Orient nach Afghanistan, Pakistan und Indien über Indonesien nach Australien, und dann mit dem Segelboot über den Pazifik. Während dieser Zeit hält er sich mit einfachen Jobs, als Tellerwäscher und Handwerksgehilfe, über Wasser.

Am 01. Mai 1975, als das ach so gute Washington seinen bösen Krieg im fernen Asien offiziell verloren erklärt, setzt Fritz zum ersten Mal seinen Fuß auf den amerikanischen Kontinent. Angekommen in einer Stadt, in die er sich sofort verliebt. San Francisco! Er bleibt für ein gutes Jahr, bevor ihn das Reisefieber wieder packt. Dann setzt er Segel und schippert nach Costa Rica. Er reist durch ganz Mittel- und Südamerika und verdient sein Geld als Straßenmusiker und Drogenkurier.

Immer wieder jedoch zieht es ihn zurück zu seiner großen Liebe, und so wird seine Heimat schließlich San Francisco. In den späten Achtzigern leitet er eine der unzähligen illegalen Weedfarms im Norden Kaliforniens. Ab den Neunzigern arbeitet er als Surf-, Kletter- und Yogalehrer. Er spielt in verschiedenen Bands und versucht sich als Performance-Künstler, Maler und Bildhauer. Seit Anbruch des neuen Jahrtausends auch als Fotograf, Kameramann und Hobby-Regisseur von Kurzfilmen. In den letzten zehn Jahren hat er als Autor seine Liebe zur Poesie und seine Leidenschaft für Belletristik ausgelebt.

Literarisches Schaffen und Veröffentlichungen

Neben einem Roman, diversen Kurzgeschichten und Märchen für den Hausgebrauch hat der Autor auch zahlreiche lyrische Werke verfasst. Bisher hat er von Veröffentlichungen jedoch abgesehen.